Niedliches Pokémon und wichtige Kabel

Baustellen-Updates

Ein orangener Bauhelm liegt auf einem Tisch zwischen einem Maßband und Bauplänen.
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Niedliches Pokémon und wichtige Kabel

Einblicke in den Rückbau im Untergeschoss des Allee-Centers


„Die Kombination orange und schwarz ist ein bisschen gefährlich“, erklärt Siegfried Gablenz. Sein Vorname klingt älter als der Mann, der ihn trägt: Der Bauleiter des Unternehmens Schlegel ist Jahrgang 1986, wie auch das Allee-Center Remscheid. Ein schöner Zufall, dass er nun der Ansprechpartner Nummer eins für den gesamten Rück- und Neubau des Center-Untergeschosses ist. 

Vor „Neu“ kommt dort erst einmal „weg“: In den letzten Tagen hat das Schlegel-Team rund 150 Kubikmeter Fliesen, Zwischenwände und Estrich abgetragen und entsorgt – auf einer Fläche von rund 3.500 Quadratmetern, wo zu Jahresende der neue EDEKA-Markt einziehen soll.

So detailliert die Baupläne vom ursprünglichen Center-Bau sowie dem Anbau einige Jahre später auch sind – Überraschungen kann es bei einem Rückbau dieser Größenordnung immer geben. Zum Beispiel in Form der besagten dicken orangefarbenen und schwarzen Kabel. Diese lagen oberhalb einer Deckenverkleidung und kamen zum Vorschein, nachdem die abgetragene Verkleidung Richtung Container wanderte. „Wenn man da was abknipst, könnte es oben ganz schnell dunkel werden“, mutmaßt Gablenz beim Baustellenrundgang. Also Finger weg von den so wichtigen Stromleitungen. 

Nur wenige Meter davon entfernt ist noch zu erkennen, dass dort einst die Fleischtheke des real,- gestanden haben muss. Bald wird davon nichts mehr zu sehen sein, denn schon in Kürze beginnen die Bauarbeiter von Schlegel, die neuen Shoptrennwände und Böden einzubauen. Das Unternehmen bereitet die neuen Ladenflächen so weit vor, dass die Bauteams von EDEKA und ALDI im Anschluss nahtlos übernehmen und ihrerseits Technik wie Klimaanlage, Lüftung und Heizung sowie die gesamte Ladeneinrichtung einbauen können.

Der Rückbau geht auch deshalb recht zügig, weil dabei zum Glück keinerlei Schadstoffe entdeckt wurden. „Das hier verbaute Material ist maximal aus dem Jahr 2000, das macht vieles einfacher“, ergänzt Siegfried Gablenz. Was den Feuerschutz angeht, so ersetzt in den nächsten Wochen vorübergehend Manpower die Technik, denn die Sprinkleranlage musste für den Rohbau vom Netz genommen werden. In einem Rundgang mit der Feuerwehr wurden spezielle Checkpunkte festgelegt, die nun alle drei Stunden vom Wach- und Sicherheitspersonal geprüft werden. So lange, bis die Sprinkleranlage wieder im Einsatz ist.

Alles läuft also nach Plan im Allee-Center – und nachdem die Bauarbeiter beim Herausreißen von Wänden und Böden auch noch ihr neues Maskottchen entdeckt haben, kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen: Zwischen alten Fliesen und Schutt tauchte plötzlich ein kleines Pokémon auf. Das steht jetzt als Glücksbringer im Baubüro.